Tomaten Pflanzen

Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten Deutschlands, auch wenn sie rein technisch natürlich zu den Beeren gehören.

Das Nachtschattengewächs kann roh oder auch gekocht verzehrt werden und lässt sich sogar auf dem Balkon anpflanzen. Kein Wunder also, dass sie einen Großteil der europäischen Küche ausmacht.

Erst spät wurde die Tomate entdeckt

Tomaten Pflanzen am Stiel © flickr.com/eVo photoNicht vor dem 16. Jahrhundert wurde sie der Geschichtserzählung nach vom spanischen Weltenumsegler Cortés nach Europa gebracht, davor wurde sie in Südamerika schon lange vor unserer Zeitzählung in der Küche verwendet.

Die Tomate ist ein wahrer Gesundbrunnen, da sie nicht nur wichtige Vitamine wie A, B12 und C enthält, sondern auch sehr wasserhaltig ist und außerdem dem Farbstoff Lycopin ihre rote Farbe verdankt, der das Krebsrisiko verringern soll, was jedoch noch nicht als vollends bestätigt gilt.

Im Lateinischen ist sie als Lycopersicon esculentum bekannt, ursprünglich als giftiges Mittel gegen Wölfe gesehen – ein Irrtum, der sich schnell revidieren ließ. Dass sie tödlich sein sollte, hing vor allem damit zusammen, dass sie den Nachtschattengewächsen angehörig ist, die allgemein unverzehrbar sind. Ihre kräftige Farbe – oftmals ein Warnzeichen – wurde außerdem als Hinweis
darauf gedeutet, dass sie giftig wäre.

Und – wer hätte es gedacht – die Tomatenhaut, die bei Suppen gerne vorher entfernt wird, wurde damals verdächtigt, den Magen zu verschließen, weshalb amerikanische Ärzte bis ins 18. Jahrhundert vor deren Verzehr warnten. Diesem Gerücht trotzte jedoch Colonel Robert Gibbon Johnson, der vor den Augen einer ganzen (entsetzten) Stadt einen Korb Tomaten aß, ohne danach tot zusammen zu brechen.

Frucht oder Gemüse?

Tomaten Pflanzen © flickr.com/Dark Dwarf

Aus botanischer Sicht ist die Tomate eine Frucht, sogar eine Beere, aufgrund ihrer Kerne und der Tatsache, dass sie an Stauden wächst. Doch aus kulinarischer Sicht wird sie allgemein als Gemüse behandelt, was nicht zuletzt daran liegt, dass ihr Zuckergehalt sehr gering ist und sie daher eher für herzhafte Speisen verwendet wird.

Wie man sie also nennt, ist jedem selbst überlassen, den je nach Standpunkt haben beide Versionen Recht.