Es gibt verschiedene Arten von grünen Tomaten – solche, die reif sind und köstlich schmecken und solche, die noch nicht reif und nicht wirklich genießbar sind. Die grünen, unreifen Tomaten haben meist eine säuerliche Note und werden daher gerne zu Konfitüre verarbeitet. Ein paar Rezepte setzen sogar die Verwendung von grünen, unreifen Tomaten voraus, um das Gericht mit dem Geschmack der grünen Tomate zu verfeinern.
Obacht: Solaninwerte beachten
Zu beachten ist allerdings, dass unreife Tomaten nicht ganz unbedenklich verzehrt werden können. Im Gegensatz zu roten, reifen Tomaten bein- halten unreife Tomaten relativ große Mengen an Solanin, auch in unreifen Kartoffeln findet man diesen Stoff. Ab einer Menge von 25 Gramm ist Solanin für den menschlichen Organismus schädlich, beziehungsweise toxisch. Mehr als 400 Milligramm Solanin können sogar tödliche Folgen mit sich bringen. Sehr unreife, grüne und harte Tomaten beinhalten circa neun Milligramm Solanin auf 100 Gramm. Das Schälen der Tomate verringert den Solaningehalt um zehn Prozent. Werden die Tomaten zu Konfitüre verarbeitet, sinkt der Solaningehalt der Konfitüre um ganze 35 Prozent. Bei dem Verzehr grüner Tomaten sollte daher darauf geachtet werden, dass der Wert von 25 Milligramm nicht überschritten wird. Die Folgen einer Solaninvergiftung sind Kopfschmerzen, Übelkeit und generelle Magen-Darm-Beschwerden.
grün, reif und ungefährlich
Grüne, reife Tomaten wie die Sorten Grünes Zebra, Grüne Traube und Evergreen können bedenkenlos gegessen werden, denn ihr Solaningehalt ist viel zu gering, um Schaden anzurichten. Diese Tomaten sind besonders knackig und bieten eine gelungene Abwechslung zur gängigen, roten Tomate. Insbesondere in den südlichen Ländern ist die Auswahl an unterschiedlichen grünen Tomatensorten groß. Hier im Land finden sie auch mehr und mehr Einzug in die Supermärkte und Küchen.